Beim Jugend-Kartslalom handelt es sich um eine lizenzfreie Motorsportart für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 18 Jahren.
Diese Sportart wird von verschiedenen Verbänden mit unterschiedlichen Regelungen ausgerichtet. Einer dieser Verbände ist der Deutsche Motorsport Verband e.V. (DMV) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Die Jugendgruppe des MV Mahlsdorf nimmt an diesen Veranstaltungen teil.
Grundsätzlich gilt: Beim Kartslalom wird nicht gegeneinander gefahren wie beim Rennsport, sondern jeder Teilnehmer hat in Einzelfahrt einen auf Geschicklichkeit ausgelegten Pylonenparcours fehlerfrei zu durchfahren.
Das bedeutet zum einen, dass größere Geschwindigkeiten nicht erreicht werden können und zum anderen, dass nur diejenigen eine Siegchance besitzen, die konzentriert und diszipliniert zu Werke gehen.
Die eingesetzten Karts verfügen über verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an die Körpergröße. Als Motor kommt ein 5 bzw. 5,5 PS starker 4-Takt-Motor zum Einsatz, der zum einen eine relativ geringe Geräuschentwicklung aufweist, und zum anderen durch Einsatz unverbleiten Benzins in Verbindung mit einem Katalysator niedrige Emmisionswerte erzeugt.
Jugend-Slalom-Kart
Ein Slalomparcours besteht aus verschiedenen aneinandergereihten Aufgaben, die durch Pylonen begrenzt sind.
Die Aufgaben sind so angeordnet, dass größere Geschwindigkeiten nicht erreicht werden können.
Der Start erfolgt über eine Ampelanlage oder durch den Starter, das Ziel ist erreicht, wenn die Start/Ziellinie überfahren ist. An der Boxeneinfahrt befindet sich eine Haltelinie, an der vor Einfahrt in die Boxengasse gestoppt werden muß.
Das Überfahren “kostet” 2 Sekunden. Gewertet wird nach Fehlersekunden (2 Sekunden für Pylonenfehler / 10 Sekunden für Aufgabenfehler), die der Gesamtfahrzeit hinzugerechnet werden.
Insgesamt werden pro Veranstaltung ein Trainingslauf und zwei Wertungsläufe durchgeführt. Die verschiedenen Jahrgänge der Teilnehmer werden in 6 Klassen aufgeteilt, wobei jede Klasse einzeln gewertet wird.

Parcours in Zella-Mehlis
Der eigentliche Sinn dieser Sportart besteht darin, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, mit relativ geringem Aufwand Motorsportluft zu schnuppern.
Positiv ist zudem, dass den Teilnehmern schon früh der Umgang mit motorisierten Fahrzeugen vertraut gemacht wird und dass nur mit Disziplin und Rücksichtnahme untereinander diese Sportart ausgeübt werden kann.
Des weiteren wird den jungen Kartfahrern vermittelt, dass der Sicherheitsaspekt an erster Stelle stehen muss. Diese Punkte sind unseres Erachtens ein wichtiger Beitrag in der Entwicklung unserer Kinder zu mehr Verantwortlichkeit und Rücksichtnahme im Straßenverkehr.
Der Parcours: Da nur in seltenen Fällen großflächig asphaltierte Flächen zur Verfügung stehen, werden von den meisten Motorsportclubs öffentliche Plätze (z.B. Schulhöfe) oder private Parkplätze genutzt. Durch geeignete Absicherung und überlegtes Aufbauen der Strecke stellt diese Einschränkung in aller Regel kein Problem dar.
Der Aufbau des Parcours erfolgt durch Kunststoffpylonen und ist im Grunde dem Veranstalter freigestellt. Einige Standards sind hierbei allerdings einzuhalten:
- Startbereich mit anschließendem Beginn der Zeitnahme
- Ende der Zeitnahme
- der Abstand zwischen zwei Aufgaben darf 10 Meter nicht überschreiten
- der Abstand zwischen zwei Aufgaben darf 4 Meter nicht unterschreiten
- die Streckenführung muss eindeutig sein
- größere Geschwindigkeiten dürfen nicht erreicht werden können
- die Torbreite beträgt: breiteste Stelle des Karts plus 0,4Meter
weitere Details sind in den Rahmenausschreibungen des DMV zu finden.






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